Arbeitsvertrag:

Ein Arbeitsvertrag ist grundsätzlich auch ohne Schriftform wirksam, sollte jedoch aus Beweisgründen immer schriftlich abgefasst werden. Arbeitgeber haben insbesondere die Bestimmungen des Nachweisgesetzes zu beachten, wonach der Arbeitgeber seit dem 01.08.2022 verpflichtet ist, schriftlich alle wesentlichen Vertragsbedingungen festzulegen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen.

Mindestinhalt Arbeitsvertrag

  • Name und Anschrift der Vertragspartner
  • Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitsort
  • Kurze Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit
  • Zusammensetzung und Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich Zuschlägen, Zulagen und deren Fälligkeit
  • Vereinbarte Arbeitszeit
  • Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
  • Kündigungsfristen sowie ggf. Hinweis auf Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

Gründe für die Befristung eines Arbeitsvertrages

Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist zulässig, wenn dies durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist:

  • Nur vorübergehender Bedarf an der Arbeitsleistung,
  • Beschäftigung zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers
  • Befristung zur Erprobung usw.

Ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist eine kalendermäßige Befristung bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Während dieser Dauer ist höchstens eine dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig (Kettenarbeitsvertrag).
Nach der Gründung eines Unternehmens ist in den ersten vier Jahren die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages zulässig. Gleiches gilt für den Abschluss von Kettenarbeitsverträgen.