Chancengleichheit:

Bei dem Begriff der Chancengleichheit hat handelt es sich um eine Ausprägung des Grundsatzes, dass niemand aus sachwidrigen Gründen benachteiligt werden darf. Zur Chancengleichheit gibt es vielfältige rechtliche Regeln, insbesondere das AGG (allgemeines Gleichbehandlungsgesetz).

Chancengleichheit am Arbeitsplatz

Der arbeitsrechtliche Gleichheitsgrundsatz bedeutet, dass ein Arbeitgeber einzelne Mitarbeiter nicht aus willkürlichen Gründen besserstellen darf als andere vergleichbare Arbeitnehmer.

Was bedeutet dies für finanzielle Begünstigungen?

Aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung kann keine Besserstellung gefordert werden, wohl aber ein Verbot der Schlechterstellung gegenüber vergleichbaren Arbeitnehmern.

Führt der Gleichbehandlungsgrundsatz dazu, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden muss?

Nein, der Arbeitgeber kann aufgrund der Vertragsfreiheit mit jedem Mitarbeiter den Lohn aushandeln (sofern nicht ein Tarifvertrag eingreift).
Der Arbeitgeber kann jedoch nicht in Situationen, in denen alle vergleichbaren Arbeitnehmer eine Lohnerhöhung oder Zusatzzahlung erhalten, Einzelne benachteiligen.
Der Arbeitgeber darf ferner nicht diskriminieren im Sinne des AGG, also zum Beispiel die Lohnhöhe vom Geschlecht, Alter, der religiösen oder sexuellen Orientierung etc. abhängig machen.