Drittunternehmer:

Ein Drittunternehmen ist ein Bauunternehmer, der nicht im direkten Vertragsverhältnis zum Auftraggeber steht und daher als „Dritte Person“ bezeichnet wird, die nicht im direkten Verhältnis der Parteien des Bauvertrages – Auftraggeber und Auftragnehmer – steht.

Der Drittunternehmer kann beispielsweise der Subunternehmer im Rahmen eines Generalunternehmervertrages (GU-Vertag) sein. Der Auftragnehmer beauftragt in diesem Falle den Subunternehmer damit, die selbst vertraglich übernommenen Leistungen der Bauausführung auszuführen.

Für den Auftraggeber ist der Subunternehmer in diesem Fall ein Drittunternehmer, mit dem kein eigenes Vertragsverhältnis existiert. Im Beispiel des GU-Vertrages ist der Generalunternehmer für die Leistungen und die Art und Güte der Bauausführung des Drittunternehmers gegenüber seinem Auftraggeber verantwortlich. Der Auftraggeber hat sich daher ausschließlich an den GU-Unternehmer zu halten, wenn es beispielsweise um Baumängel oder Gewährleistung geht. Auch hat der Auftraggeber lediglich die mit dem Generalunternehmer vereinbarten Preise an diesen zu bezahlen, unabhängig davon, was der Generalunternehmer mit seinem Drittunternehmer (Subunternehmer) vereinbart.

Anders sieht es aus, wenn der Auftraggeber im Falle einer Ersatzvornahme selbst einen neuen Auftragnehmer mit der Ausführung des bestellten Gewerkes beauftragt. In diesem Fall entsteht ein neues Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und Drittunternehmer. Der Drittunternehmer ist in diesem Beispiel der Ersatz für den vorherigen (gekündigten) Vertragspartner.