Gewährleistungsrecht:

Gewährleistungsrechte bestehen sowohl im Werkvertragsrecht wie auch im Kaufrecht. Gewährleistungsrechte sind die Rechte des Bestellers gegenüber seinem Vertragspartner, die er aufgrund eines Mangels geltend machen kann.

Im Kaufrecht bestehen die Mängelgewährleistungsrechte für den Fall, dass die gekaufte Sache Mängel aufweist. Sollte der Kaufgegenstand mangelhaft sein, so stehen dem Käufer entsprechende Mängelrechte bzw. Gewährleistungsrechte nach § 437 BGB zu:

1. Nacherfüllung

2. Rücktritt und Kaufpreisminderung

3. Schadensersatz und Aufwendungsersatz

Im Kaufrecht hat die Vorschrift des § 439 BGB – das Recht der Nacherfüllung – grundsätzlich Vorrang. Der Käufer kann hiernach entweder die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer neuen mangelfreien Sache verlangen. Der Verkäufer hat damit zunächst das Recht und die Möglichkeit, den bestehenden Mangel an der Kaufsache zu beseitigen. Sollte die Nacherfüllung und Mangelbeseitigung fehlschlagen, aus welchen Gründen auch immer, stehen dem Käufer die Rechte des Rücktritts, der Kaufpreisminderung sowie des Schadensersatzes zu.

Im Werkvertragsrecht stehen dem Besteller bzw. Auftraggeber nach § 634 BGB Mängelrechte zu, wenn die vom Unternehmer erbrachte Werkleistung mangelhaft ist. Sofern ein Mangel vorliegt, kann der Auftraggeber zunächst nach § 635  BGB die Nacherfüllung verlangen. Sofern diese fehlschlägt, kann er im Anschluss daran nach erfolgter Fristsetzung die Ersatzvornahme einleiten, vom Vertrag zurücktreten und/oder entsprechenden Schadensersatz fordern.

Die Gewährleistungsrechte sind daher Rechte des Auftraggebers bzw. Käufers gegenüber seinem Vertragspartner auf Mangelbseitigung.