Hausordnung:

Die Hausordnung regelt im Allgemeinen sämtliche Verhaltens- und Unterlassungsvorschriften, die für die Nutzung eines bestimmten Gebäudes gelten. Die darin verfassten Regeln dürfen jedoch unter keinen Umständen den gültigen gesetzlichen Regelungen widersprechen.

Die Hausordnung legt immer der Vermieter (Eigentümer oder Eigentümergemeinschaft) fest.
Eine Aushangpflicht der gültigen Hausordnung besteht in Deutschland lediglich im Wohnungseigentumsgesetz (WEG), §19 Abs. 2 und ist Teil der ordnungsgemäßen Verwaltung.

In der Hausordnung eines Mehrfamilien-Mietshauses finden sich beispielsweise allgemeingültige Regeln, die für alle Bewohner gleichermaßen gelten. Diese beschreiben unter Anderem die Einhaltung von bestimmten Ruhezeiten, die ordentliche Trennung & Entsorgung von Hausmüll, die Haltung von Haustieren, die Treppenhausreinigung („Kehrwoche“) usw.

Außer im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) besteht für Vermieter in Deutschland keine Pflicht, eine verbindliche Hausordnung zu erstellen, oder diese gar sichtbar im Hausflur auszuhängen. Vermieter können die Regeln ebenso gut im Mietvertrag unterbringen. Der Vorteil einer allgemeingültigen Hausordnung jedoch ist, dass die darin enthaltenen Regeln und Vorschriften für alle Bewohner verbindlich sind und somit auch von den Nachbarn untereinander verlangt werden dürfen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Hausordnung Teil des Mietvertrages ist (schriftlicher Vermerk/ Annex).

Die Hausordnung darf nicht einfach durch den Vermieter geändert werden, sofern sie Bestandteil von Mietverträgen ist! Sollten Aktualisierungen vorgenommen werden, so muss die neue Version der Hausordnung von den Mietern nicht nur zur Kenntnis genommen werden, sondern bedarf für die Inkraftsetzung auch der schriftlichen Zustimmung durch diese.