Leistungsabgrenzung:

Eine Leistungsabgrenzung ist im baurechtlichen Sinne eine technische Abgrenzung der ausgeführten Werkleistungen untereinander.

Die Leistungsabgrenzung kann sowohl zwischen verschiedenen Gewerken als auch innerhalb eines einzigen Gewerkes selbst vorgenommen werden. Für den Fall, dass ein Bauvertrag gekündigt wird, wird der sogenannte Bautenstand festgehalten. Innerhalb dieses Bautenstandsberichts wird daher aufgeführt, welche Leistung bereits vom Unternehmer erbracht worden ist.

Wird eine begonnene aber nicht fertig gestellte Leistung von einem Drittunternehmer vollendet, so hat dieser grundsätzlich Interesse daran, seine eigene erbrachte Leistung von derjenigen seines gekündigten Vorgängers abzugrenzen. Dies hat ganz einfach praktischen Hintergrund: der Drittunternehmer möchte nicht für die Güte der bereits erbrachten Leistungen einstehen, hierfür also keine Haftung übernehmen.

Es wird daher eine Leistungsabgrenzung vorgenommen, um zwischen Verantwortungsbereichen hinsichtlich der erbrachten Bauleistungen differenzieren zu können.