Nachbesserungen:

Die Nachbesserung oder auch Nacherfüllung genannt bedeutet die Ausbesserung bzw. Mangelbeseitigung einer mangelhaften oder fehlerbehafteten Leistung. Die Nachbesserung bzw. Nacherfüllung gibt sowohl dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrages das Recht, die erworbene Kaufsache ausbessern zu lassen. Der Käufer hat hierbei nach § 439 Abs. 1 BGB die Wahlmöglichkeit, ob eine Mangelbeseitigung erfolgen, oder der Verkäufer eine neue mangelfreie Sache liefern soll. Nach aktueller Rechtsprechung und gesetzlicher Verankerung hat der Verkäufer die Kosten der Nacherfüllung gemäß § 439 Abs. 2 BGB zu tragen.

Im Werkvertragsrecht ergibt sich die Nacherfüllung bzw. Nachbesserung aus der Regelung des § 635 BGB. Die gesetzliche Systematik ist hierbei mit dem Kaufrecht vergleichbar. Auch hier hat der Auftraggeber eine Wahlmöglichkeit, ob er eine Mangelbeseitigung oder neue Herstellung des mangelhaften Werks fordert. Auch hier hat der Unternehmer die Kosten der Nacherfüllung zu tragen. Mittlerweile höchstrichterlich bestätigt wurde, dass der Unternehmer hierbei auch die Kosten eines etwaigen Ausbaus der mangelhaften Sache sowie dessen Abtransport schuldet. Dies ist letztendlich dem Verbraucherschutz zugutegekommen.