Schlussrechnung:

Die Schlussrechnung ist eine endgültige Abrechnung über erbrachte Leistungen, die bereits zuvor erbrachte Abschlagszahlungen berücksichtigt. Die Schlussrechnung enthält eine Gesamtaufstellung aller erbrachten Leistungen sowie aller bereits erfolgten Teilzahlungen.

Die Schlussrechnung hat die allgemeinen Voraussetzungen und formalen Inhalte einer gewöhnlichen Rechnung zu enthalten. Dies bedeutet, dass neben den konkreten Empfängerdaten weitere Angaben wie Name und Anschrift des Rechnungsausstellers, eine laufende Rechnungsnummer, Steuernummer bzw. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Rechnungsausstellers sowie eine Zahlungsfrist aufgeführt sein sollten.

Im Rahmen eines Bauvertrages nach den Regelungen des BGB wird die Schlussrechnung nach Durchführung der Bauabnahme fällig. Mit Bauabnahme kann der Unternehmer daher seine Schlussrechnung stellen, der Vergütungsanspruch ist entstanden. Neben den vorstehend aufgeführten Angaben einer Rechnung muss die Schlussrechnung bei einem BGB-Vertrag keine besonderen Formalien erfüllen.

Bei Vereinbarung eines VOB/B-Vertrages muss die Schlussrechnung nach § 14 Abs. 1 VOB/B prüffähig sein. Die Prüffähigkeit einer Schlussrechnung ist regelmäßig dann gegeben, wenn die erbrachten Werkleistungen transparent und übersichtlich aufgeführt sind, die Leistungspositionen den Positionen im Angebot des Vertrages entsprechen und alle Unterlagen und Dokumentationen beigefügt sind, die zur vollständigen Nachvollziehung der Rechnung erforderlich sind.